Episode 1: Die Sache mit der Scham: Werde dir bewusst welche Macht ein Wort haben kann

Die Scham der Frau. Werde dir über die Macht des Wortes Scham in der weiblichen Sexualität bewusst. Eine kurze Episode von 7 Minuten mit der ich Dich inspirieren möchte, Deine verwendeten Worte über den weiblichen Intimbereich zu verändern. Wenn du dir den dazu gehörigen Text durch lesen möchtest, kannst du das im Anschluss gleich machen.

Kennst du noch andere Worte, deren wir uns wieder mehr bewusst werden sollten? Dann hinterlasse mir doch einen Kommentar. Ich freue mich, von dir zu lesen.

Alles Liebe, Aksana

Die Scham der Frau

Wie wirkt das Wort Scham auf dich? Welche Gefühle oder Erinnerungen durchfluten dich, wenn du das Wort Scham hörst?

Hier noch einmal in aller Deutlichkeit:

Scham.

Ich habe das Gefühl, ich muss mich verstecken.

Am besten in der dunkelsten Ecke im kleinsten Zimmer und dort zu Boden sinken.

Ganz alleine.

In Gedanken versunken, mucksmäuschenstill, so dass keiner mich wahrnehmen kann.

Mit einer leichten Röte im Gesicht. Ich weiß nicht, woher sie kommt.

Meinen Kopf vergrabe ich in meinen Händen. Ich will mit niemanden reden. Ich will niemanden sehen.

Keiner soll mich berühren.

Diese Gedanken habe ich, wenn ich an Scham denke.

Ich schäme mich.

Wofür?

Ich weiß es nicht.

Dies ist einfach so ein Gefühl des nicht geliebt Werdens und sich verstecken müssen.

Ich bin traurig.

Es ist das Gefühl, dass ich für etwas bestraft werde. doch weiß ich nicht, was ich getan haben soll.

Mein Herz ist ganz schwer. Mein Bauch tut mir weh.

Diese Gefühle kommen in mir hoch, wenn ich sie auch wirklich zulasse.

All das über die Scham der Frau.

Welche Gedanken kommen dir in den Kopf?

Was sagt dir dein Herz?

Welche Gefühle durchfluten deinen Körper?

Welche Erinnerungen siehst du plötzlich vor dir?

Traurigkeit. Wut. Schmerz. Vielleicht aber auch Freude. Liebe. Erfüllung.

Was auch immer es ist, lasse alles einfach hochkommen. Sie dürfen hochkommen. Sie warten schon lange darauf, gefühlt zu werden.

Nimm sie einfach an, ohne zu bewerten. Sieh sie dir einfach an.

Fühle das, was in dir vorgeht.

Es bringt nichts, sich vor deinen Gefühlen zu verstecken. Davor wegzulaufen, macht es nur noch schmerzlicher.

Diese Gefühle sind in dir drin, wenn du sie für immer wegsperren willst, wird sich ihre Energie in deinem Körper an irgendeiner Stelle manifestieren.

Wenn deine Gedanken und Gefühle eher negativ sind, so wie bei mir, dann kann ich ich trösten.

Es wird besser werden mit dem Gefühl der Scham.

Ich weiß wovon ich rede. Ich bin da durchgegangen. Es flossen Tränen. Viele Tränen. Es kamen  an Gefühlen an die Oberfläche.

Es war wichtig, dass diese endlich rauskommen und die Energie gelöst wurde.

Scham. Scham. Scham. Scham. Scham. Scham.

Schließe die Augen und nimm dir ein paar Minuten Zeit, um wirklich in dich zu gehen.

Lass dieses Wort einfach auf dich wirken. Lies erst danach weiter.

Worte wirken auf uns. Sowohl emotionaler Ebene, als auch auf energetischer Ebene und auf körperlicher Ebene.

Sie heben unsere Stimmung oder sie verletzen uns. Wir sind glücklich, wenn uns ein geliebter Mensch sagt: „Ich liebe dich.“

Wir fühlen uns verletzt, wenn jemand Kritik an uns richtet und dabei persönlich wird z.B. „Du bist einfach zu dumm und wirst dein Studium nie schaffen“.

Wir selber haben jedoch eine große Macht über Worte.

Nur wir alleine bestimmen, ob wir die Worte in unsere Seele, in unser Herz, in unsere Gedanken und in unseren Körper hineinlassen.

Oftmals sind wir uns dessen nur nicht bewusst.

Wenn es um unseren weiblichen Intimbereich geht, so werden wir (leider) bereits von klein auf mit der Scham vertraut gemacht. Lasse die folgenden Wörter auf dich wirken.

  • Schambereich.
  • Schamhaar.
  • Schambein.
  • Innere Schamlippen.
  • Äußere Schamlippen.

Heute werde ich traurig, wenn ich diese geballte Ladung an Scham lese oder höre.

Ist dir schon einmal bewusst geworden, wie du bereits seit Jahrzehnten mit dem Gefühl der Scham beeinflusst wurdest?

Werde dir wirklich einmal bewusst, was es über diese lange Zeit mit dir gemacht hat.

Ist es mit dieser Beeinflussung möglich, Bewunderung für die intime Weiblichkeit zu empfinden?

Mir fiel es eine sehr lange Zeit sehr schwer.

Ich konnte nicht verstehen, wie ich als Frau meine intimen weiblichen Zonen lieben sollte?

Bis ich anfing, mich mit der Macht der Worte zu beschäftigen.

Als ich angefangen habe bewusst darauf zu achten, welche Worte aus meinem Mund kommen und welche ich in mich „hineinlasse“.

Es gelingt mir nicht immer, aber es wird einfacher.

Ebenso habe ich meine Wortwahl geändert. Ich habe die Scham aus der weiblichen Intimzone verbannt. Hier sind meine Worte, die ich heute verwende.

  • Schambereich = Intimzone, intime Weiblichkeit
  • Schamhaare = Intimbehaarung, Intimhaare
  • Schamlippen = Genitallippen

Übrigens in der Medizin existiert das Wort Scham nicht.

Die inneren und äußeren Genitallippen werden im Lateinischen „labia minora“ und „labia majora“ genannt. Wörtlich übersetzt heißt das „kleine Lippe“ und „große Lippe“.

Für das Schambein, welches im lateinischen „os pubis“ heißt, ist mir noch keine Alternative eingefallen. Vielleicht habt ihr ein. Dann lasst es mich wissen.

Warum soll ich mir einreden (lassen), mich für etwas zu schämen, was in Wirklichkeit so faszinierend ist und mir so viel Lust bringen kann?

Eine kleine Inspiration, um der Scham die negative Wirkung zu nehmen.

Hat dir dieser Artikel weiterhelfen können? Wie wirst du nun mit der Scham in Zukunft umgehen? Erzähle es mir unter diesem Artikel in den Kommentaren. Ich werde dir auf jedenfall antworten.

Wenn dich noch einen Schritt weitergehen willst, dann ist die Selbstberührung (Selbstbefriedigung ider Masturbation) der nächste Schritt. In diesem Artikel gebe ich dir eine Schritt für Schritt Anleitung an die Hand, wie du Selbstberührung einfach und genussvoll machen kannst.

Alles Liebe, Aksana.

 

Photo: Georg Mayer

About the Author Aksana

Früher war ich unsicher und zurückhaltend, wenn es um Sexualität ging. Heute schreibe und spreche ich offen über die intimen Dinge des Lebens, weil das Leben viel zu kurz ist, um sich nicht zu trauen oder lange Zeit über die eigenen Bedürfnisse zu schweigen.

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