Ein Blick in die Welt der erotischen Body to Body Massage

Kennst du das auch, dass manchmal ein Moment in dein Leben kommt, in dem du auf einmal Dinge klar sehen, wahrnehmen oder vielleicht auch spüren kannst, die dir vorher überhaupt nicht bewusst waren? Wie die Brise einer sanften Berührung. Vielleicht sogar eine Art Erkenntnis.

So erging es mir in 2015 als ich wie immer die Zeitung aufgemacht hatte und anfing darin zu blättern. Auf einmal viel mein Blick auf eine Stellenanzeige, in welcher ich mich sofort wiedergefunden hatte.

Zur Verstärkung unseres Teams suchen wir eine nette und sympathische Kollegin für Massagen wie z.B. Tantra-, Reiki-, Ganzkörper- und andere Wellnessmassagen. Du hast zärtliche Hände und ein freundliches Wesen, dann bist du bei uns genau richtig. Berufserfahrung von Vorteil, aber nicht notwendig. Gepflegtes Äußeres und guter Umgang mit Menschen ist Voraussetzung.

Ja, diese Anzeige hatte mich angesprochen. Die angegebene Internetseite hatte ich schnell durchgeschaut. Seriös, ohne irgendwelche blinkenden Lichter und ohne anrüchige Fotos, interessante und lesenswerte Texte. Kurz gesagt, auch hier hatte mich der erste Eindruck überzeugt. Mir wurde schnell klar, dass bei einer Body to Body Massage (Körper zu Körper Massage) sowohl die Massierende als auch der oder die Massierte nackt sind. Ganz klar geschrieben stand auch, dass es zu keinem Geschlechtsverkehr kommt, doch eine Massage mit Happy End (Bsp. Mann: Orgasmus durch die Lingammassage, d.h. der Penis wird von den Händen der Massierenden so lange stimuliert, bis er zum Orgasmus kommt) wird es auf jeden Fall geben.

Ja, ich wurde wirklich neugierig darauf, mir dieses Studio einmal von innen anzusehen und die dahinterstehende Dame kennenzulernen. Am Abend habe ich die Anzeige und die Webseite mit meinem Mann noch einmal zusammen angesehen. Verschmitzes Lächeln. Grünes Licht.

Nach einem sehr angenehmen Telefonat hatte ich einen Termin ausgemacht. Schnell noch Lebenslauf überarbeitet, denn bisher hatte ich in keinem Lebenslauf erwähnt, dass ich Seminare in weiblicher Ejakulation, Yonimassage und Lingammassage besucht hatte. Hier durfte es nun drinstehen.

Himmel, war ich aufgeregt. Ich erkannte mich selber nicht mehr wieder. Sonst so cool und selbstbewusst, war ich nun nervös bis in die äußersten Haarspitzen. Ich muss auch ehrlich zugeben, ich hatte keine Ahnung, was mich erwarten würde. Doch auch hier stimmte der erste Eindruck gleich von Anfang an. Sehr angenehme Studiobesitzerin, sehr stilvoll eingerichtetes Studio und sogar meine ersten Fotoaufnahmen, die wirklich wichtig sind, da die Kunden sich dadurch einen ersten Eindruck machen können, waren wirklich gut gelungen.

Das war’s. Mehr kann ich gar nicht dazu erzählen. Das war mein Einstieg in die Welt der Body to Body Massage und Intimmassage außerhalb der heimischen vier Wände. Natürlich hatte ich noch vieles zu lernen, doch vieles hatte ich bereits gelernt. Vieles ist auch von Anfang an da. Das berühmte, entweder hat man es oder man hat es nicht. Wer keinen Spaß daran hat, Menschen zu berühren, sollte diese Branche nicht wählen.

Ansonsten ist es bei der professionellen Body to Body Massage und Intimmassage wie in jedem anderen Berufsbereich auch: „Learning by Doing“ und immer wieder sich selber weiterbilden.

Ich glaube ebenso wichtig ist auch, dass es sich gut und stimmig anfühlt, du selber wirklich Freude an Berührungen (zu geben!) hast, einfühlsam bist und die Seele anderer Menschen berühren möchtest. Durch die körperliche Nähe, ist der Energieaustausch sehr intensiv. Daher merken die Kunden immer, ob du sie gerne berührst oder du dich möglicherweise sehr distanziert verhältst. Eins ist aber auch klar: setze von Anfang an klare Grenzen, ohne wenn und aber! „Angebote“ wird es wohl immer geben, da es auch Studios gibt, die zwar sagen, dass sie „nur“ Body to Body Massagen sowie Intimmassagen anbieten und dann leider darüber hinausgehen. Oder die Body to Body Massage und Intimmassage nur als Aushängeschild benutzen, um seriöser zu wirken. Dieses Thema war bei uns von Anfang an sehr klar kommuniziert wurden. Wäre es anders gewesen, hätte ich wahrscheinlich keinen weiteren Fuß mehr in dieses Studio gesetzt.

Daher gilt hier, insbesondere für Frauen, die bei der Buchung von erotischen Massagen noch sehr zurückhaltend sind, ruft an, sprecht mit den Damen oder Herren, schaut euch das Studio oder die Räume an. Lasst euer Gefühl entscheiden und wenn es sich stimmig anfühlt, dann bucht mal eine erotische Massage, Frauenmassage oder Yonimassage. Es ist so eine unglaubliche Bereicherung. Und wer weiß, vielleicht wird das nächste Geschenk in der Partnerschaft, ein gemeinsamer Besuch im Studio für eine intime Paarmassage sein.

Mehr zur Yonimassage findest du in diesem Artikel von mir oder in dem Gastbeitrag von Nicola.

Alles Liebe, Aksana.

Mehr guter Lesestoff:

6 thoughts on “Ein Blick in die Welt der erotischen Body to Body Massage

  1. Mich

    Wie ergeht es dir bei deiner neuen Berufung? Ich freue mich mehr darüber zu lesen! Deine neue Seite ist einfach wunderbar, sie passt auch deutlich besser zu dir als beispielsweise das leidige Thema “Abnehmfreak”. Hast du nämlich mal gar nicht nötig, wie hier auch klar zu sehen ist. Nur weiter so!

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    1. Aksana Rasch Post author

      Danke dir. Lach. Ja, an die Zeit von “Abnehmfreak” kann ich mich noch gut erinnern. War aber auch schnell wieder vorbei – hat einfach nicht zu mir gepasst. Alles Liebe, Aksana.

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      1. Mich

        Aber bist du dann noch bei …. oder muss ich dafür artig täglich weiterlesen?

        Reply
        1. Aksana Rasch Post author

          Na, ein verborgener Stammkunde, was. Schmunzel. Aktuell kann ich es dir noch nicht sagen. Body to Body Massage ist mit einem kleinen Nachwuchs im Bauch nicht mehr ganz so einfach. Ja, es wird wohl vorerst der Blog bleiben. Wie es dann in ein paar Monaten weitergeht, wird sich zeigen. Alles Liebe, Aksana.

          Reply
  2. Nicole

    Wow, das klingt wirklich ziemlich Interessant :)
    Ich muss zugeben, ich wusste gar nicht dass es sowas auch OHNE Sex gibt. Ich dachte bisher tatsächlich immer, dass man sich selber hier als Frau verkaufen muss.
    Wobei ich auch denke, dass es ja schon eine sehr anregende Stimmung ist und man dabei selber auch in Lust verfällt, oder etwa nicht?
    Wie handhabst du das?

    Liebe Grüße
    Nicole

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    1. Aksana Rasch Post author

      Hallo Nicole, vielen Dank für deine ehrliche Rückmeldung. Ich gebe zu, ich hatte lange Zeit genau das gleiche gedacht wie du – es muss immer Sex sein. Eigentlich sehr schade, denn dadurch bleibt vieles auf der Strecke und irgendwie geht es nur um die Befriedigung von Geilheit.

      Ich war sehr froh gewesen, in einem Studio zu arbeiten, wo die Regeln so klar aufgestellt wurden. DAS ist nicht selbstverständlich. In vielen Studios wird die erotische Body to Body Massage als “Anheizer” für den gekauften Sex gehandhabt. Was deine Frage betrifft: Nein, wirklich nicht. Ich bin in einer glücklichen Beziehung und daher sexuell “genährt”. Auch keine Selbstverständlichkeit. Die Massagen, die ich gegeben habe, haben mich nicht in Lust verfallen lassen. Ich habe die Berührungen, die ich als aktiver Part gegeben habe genossen und wenn es der Gast zugelassen hat (in dem er zu 100% passiv war), wurde es eine unglaubliche intensive Berührungszeit – ohne jeglichen Sex. Alles Liebe, Aksana.

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